Der Täter geht
Eine Gruppenausstellung zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen
Warum werden tote Frauenkörper in Teilen der Kunst geradezu göttlich überhöht?
"Über die mediale Darstellung einer weiblichen Leiche"
2021
Raum 1
Das Video an der Wand zeigt, wie wir in den Unterhaltungsmedien mit einer Art von Stilisierung der Feminizide konfrontiert werden. Die Bilder der ermordeten Frauen sind oft schematisch und dienen der Unterhaltung des Publikums. Oft sind die Opfer schön und jung und werden auf ihr Äußeres reduziert. Es wird der Eindruck erweckt, dass sie diese Vollkommenheit erst im Moment ihres Todes erreicht haben, was zu einer ultimativen Objektivierung der Frauen führt.

Rauminstallation von der Elsa Gallerie, rechter Raum.
Produktion: Dana Hütz, Johannes Hüffmeier, Sofia Nikoleizig, Leon Schäfer; Regie: Sofia Nikoleizig; Kamera: Leon Schäfer.
Das Video wird mit Fällen von Femiziden gegenübergestellt, die sich in Deutschland ereignet haben.

"und es pervertiert das Leid zur Götze"
Senden (Münster): Beide führten gemeinsam ein beliebtes Restaurant, bis sie sich voneinander trennten. Als sie die Scheidung wollte, kommt er montagmorgens zu ihr ins Haus. Er wollte ihre Entscheidung nicht akzeptieren. Die Situation eskaliert und er würgt sie zu Tode. Sie wurde 46 Jahre alt.
"Männer die Schlagen"
2020 von Bettina Flittner
Raum 2

Portraitserie über Männer, die Gewalt gegen Frauen ausübten.
Auf der linken Seite befinden sich Portraits von Männern, die aufgrund von Gewalttaten gegen Frauen eine Männerberatung aufgesucht haben. Auf der rechten Seite erzählen die Männer, wie es zu den Taten kam.
Rauminstallation von der Elsa Gallerie, linker Raum.
Projektbegleitende Broschüre
Die Broschüre kann hier eingesehen werden

Johannes Hüffmeier, Dana Hütz, Sofia Nikoleizig, Malte Michels, Sahrah Schulze, Katharina Bosse