top of page

aber
wie fühlte
sich Fatuma?

Fatuma und Madjesebuni_01, Hauptarchiv Bethel

© Madjesebuni mit Fatuma, Datum unbekannt: Hauptarchiv Bethel.

Fatuma und Madjesebuni_02, Hauptarchiv Bethel

Die Arbeit "aber wie fühlte sich Fatuma?" beschäftigt sich mit der evangelischen Stiftung Bethel, die ab 1890 in Tansania zu missionieren begann. Erzählt wird die Geschichte von Fatuma Elisabeth. Zusammen mit drei weiteren Kindern wurde sie von Tansania nach Deutschland gebracht. Ziel war es, die Kinder christlich zu erziehen, damit sie nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat als Missionare für  Bethel tätig werden konnten. Gleichzeitig wurden die Kinder in Bielefeld instrumentalisiert, um Spenden zu sammeln. Mit diesem Plan setzte Bethel die Kinder einer Gefahr aus, denn ihr Immunsystem war auf das deutsche Klima nicht vorbereitet. Zwei der Kinder starben, darunter Fatuma. Das jüngste Kind wurde zurückgeschickt und arbeitete später als Prostituirte in einer deutschen Kolonie.

In meinen Videoarbeiten stelle ich mir die Frage: “Wie haben sich die Kinder gefühlt?”
Die Orte, an denen Fatuma in Bethel gelebt hat, gibt es heute noch. Meine Idee war es, diese Orte mit den Augen von Fatuma und Madjesbuni zu erleben. Entstanden sind kleine Videos, gefilmt aus der Perspektive eines Kindes.
Ergänzt werden die Videos durch Fotografien der ostafrikanischen Kinder und Vertonungen von Briefen Friedrich von Bodelschwinghs. Sie benennen das Verbrechen und zeigen, welche Absichten Bethel mit den tansanischen Kindern verfolgte.

Ausraster in Bodelschwinghs Büro aus der Sicht von Madjesebuni.

Das Buch setzt sich zum einen kritisch mit Bodelschwinghs Schilderung Fatuma Elisabeth auseinander und enthält eine Sammlung von Briefen Bodelschwinghs, in denen er seine Pläne zur Missionierung Thansanias darlegt.

Einen guten Überblick über die Ausstellung gibt's in diesem Video.

theoretische Arbeit, "aber wie fühlte sich Fatuma?"
bottom of page